Episode 121: Zwischen Freiheit und Verantwortung – Pflegekammern aus ethischer Perspektive

Pflegekammern sind innerhalb der Berufsgruppe der Pflegenden nicht unumstritten. Der Diskurs wird dabei sachlich bis feindselig geführt. Einer der häufig genannten Streitpunkte ist die verpflichtende Mitgliedschaft für alle Berufsangehörigen. Während beispielsweise in Großbritannien die staatliche Registrierung von beruflich Pflegenden im Jahr 1919 nach mehr als dreißig Jahren berufspolitischer Kampagnen eingeführt wurde, ist das Thema einer Registrierung in Deutschland seit 2003 mit Beginn der Initiative einer freiwilligen Registrierung berufspolitischen Diskurs. Mit dem Aufbau von Pflegekammern, die momentan in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen existieren, ist die Registrierung aller beruflich Pflegenden an die Oberfläche der Diskussionen gehoben. Mit der verpflichtenden Mitgliedschaft wird dies umgesetzt. „Dürfen die das?“ wäre eine zu beantwortende Frage. Oder anders gefragt: Ist es ethisch gerechtfertigt, zur Mitgliedschaft zu verpflichten?

Eine mögliche Antwort darauf suche ich außerhalb unserer Pflegebubble. Deshalb habe ich mich mit dem Philosophie-Professor Sebastian Laukötter darüber unterhalten. Pflicht, Zwang, Verantwortung, Freiheit – dies sind einige Schlagworte, um die sich unser Gespräch dreht.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Sebastian Laukötter:

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